Wie wichtig nimmst du dich selbst?

Frauen in Führungspositionen müssen jeden Tag abwägen, entscheiden und Herausforderungen vielfältigster Art klären. Sie sind hochkonzentriert, nehmen zig Aufgaben gleichzeitig wahr und haben immer ein offeneres Ohr für die Probleme anderer Menschen. Und wie steht es um sie selbst?Die HERZERWÄRMER! Fokusfragen sind ein hervorragendes Tool, sich über sich selbst bewusst zu werden.

Heute beantwortet Heidi, 34, alleinerziehende 2-fach Mama, Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen, die Frage: wie wichtig nimmst du dich selbst?

Heidi, wie wichtig nimmst du dich selbst?

Von Heidi Ederer
Wenn ich es nicht mache, wer sonst?
Ich bin für mich, mein Wohlbefinden, verantwortlich!
Bin ich glücklich, zufrieden, fühlt sich alles stimmig an, dann strahle ich es mit jeder Faser meines Körpers aus.
Strahle ich es aus, ist die Welt um mich viel leichter. Alles scheint so einfach zu sein.
Ich kenne und spüre meine Bedürfnisse.
Ich habe es immer allen recht gemacht.
Was mich dabei herausfordert?
Meine Umwelt. Die Gesellschaft. Ich selbst.
Ich habe es immer allen recht gemacht. Mich in eine Rolle schieben lassen. Habe mich angepasst. Habe Dinge getan, bei denen ich mich verbog.
Die Erwartungshaltung der Anderen habe ich prinzipiell erfüllt. Habe immer „Ja“ gesagt, geholfen und getan was Andere von mir wollten.
In dem Sinne habe ich mich und all die Dinge, die mir wichtig waren, hintenangestellt. Meine Bedürfnisse untergraben.
Mein Gewissen spielte mit meinem Herzen Ping Pong.
Wenn es doch einmal vorkam, dass ich ablehnte, fühlte ich mich schlecht. 
Mein Gewissen spielte mit meinem Herzen Ping Pong.
Meine Erwartungshaltung war stets zu helfen. Mich aufzuopfern für Andere.
Mich nicht wichtig zu nehmen und mir vieles gefallen zu lassen. So auch Worte, die sich lange in mir verankert haben. Mich als ungenügend, wertlos und verachtend zu betrachten.
Warum ich es trotzdem ertragen habe? Um zu gefallen, um vermeintlich glücklich zu sein. Es ging um Anerkennung, Sichtbarkeit, Liebe und die Erinnerung an mich.
War das alles? War das mein Leben?
Irgendwann fragte ich mich „War das alles? War das mein Leben?“
Ich beschloss etwas zu wagen. Wurde oft gefragt „Warum das denn jetzt sein muss?“. Offen gestanden, es war eine verrückte Situation. Neben zwei kleinen Kindern, Ehe, Vollzeit- und Nebenberuf sowie Haus und Garten. Begann ich ein Studium.
Die Ehe brach kurz darauf auseinander. Es fehlte Vertrauen, Verständnis, Liebe und ich wurde als selbstverständlich erachtet.
An meiner Situation änderte sich für mich nicht viel. Außer, dass ich auf mich und meine Bedürfnisse achte.
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Keiner ist schlechter oder besser.
Meines Erachtens werden Wertschätzung, Kommunikation und Empathie immer weniger. Es sind genau die Eigenschaften und Fähigkeiten, die mich auf Augenhöhe begegnen lassen. Keiner ist schlechter oder besser. Ich finde, ich zeige jedem damit den Respekt und die Wertschätzung, die ich auch von meinem Gegenüber möchte.
Was habe ich über mich gelernt?
Das es Quatsch ist, dass ich mich verbiege und mich, meinen Bedürfnissen, nicht wichtig nehme.
Es ist vollkommen in Ordnung auch mal NEIN zu sagen. Sich deswegen nicht zu rechtfertigen und das schlechte Gewissen ruhen zu lassen.

Ich habe gelernt noch klarer zu kommunizieren. Verständlicher. So dass es nicht zum Rätselraten bei meinem Gesprächspartner kommt.
Geduldig mit mir zu sein. Den Dingen Zeit zu geben. In mich und mein Leben zu vertrauen. Nichts zu erwarten. Im Übrigen ist der Überraschungsmoment, das Staunen, viel schöner!
Stolz auf mich und meinen Weg zu sein! Mich nicht unterkriegen zu lassen. Meinen Werten treu zu bleiben.
Meine Stärken hervorzuheben. Meine Schwächen anzunehmen und zu akzeptieren.
Dankbar zu sein, für jede Erfahrung, jeden Menschen, der Teil meiner Reise war und ist. Dankbar zu sein, für meine Kinder und das wir gesund jeden Morgen aufstehen dürfen.
Für Fehler einzustehen und ich mich dadurch weiterentwickle. Mich zu hinterfragen, ob ich einen Fehler gemacht habe oder ob mein Gegenüber mit seinen Situationen unzufrieden ist.
Der Kritik der Gesellschaft Stand halten
Daraus gelernt habe ich, dass ich genug, wertvoll und liebenswert bin. 
Auch wenn ich für manche als zu fürsorglich oder zu lieb wirke, ist das kein Thema aus meiner Kindheit. Ich gehe mit mir selbst so um und projiziere es auf meine Außenwelt.
Es ist viel schöner besonders, einzigartig und einen Seltenheitswert zu besitzen. Gegen den Strom zu schwimmen. Den Widrigkeiten und der Kritik der Gesellschaft Stand zu halten.
Herz und Bauch sind meine inneren Richtungsweiser
Ich höre auf mein Herz und mein Bauch. Sie sind meine inneren Richtungsweiser. Wie ich das mache?
Ich nehme mir bewusst Auszeiten! Sie werden Teil meines Alltages. 

Mein Ziel ist es, dass ich über den Tag verteilt mir eine Stunde (auch gern mehr) Zeit für mich nehme. Es ist nicht immer möglich, dennoch mach- und schaffbar!
Dabei hilft es einfach tief durchzuatmen. 5 Minuten innezuhalten.
Ich bringe mich absichtlich in einen glücklichen Zustand, in dem ich intensiv fühle wie dankbar ich über mein Leben und meine Bewusstseinsförderung bin.
Ich gönne mir die Zeit.
Es gibt Zeiten in denen stelle ich mein Telefon auf stumm oder schalte es aus. Besonders nachts. Keine Anrufe, keine Nachrichten, keine sozialen Medien.
Ich gönne mir die Zeit für meine Kinder, Pilates, Yoga, lesen, Musik hören, mich mit sehr guten Freunden treffen, kochen oder einfach ganz bewusst in mich rein zu hören.
Mich zu hinterfragen: „Wie fühle ich mich?“ „Wer oder was raubt mir die Kraft?“ „Fokussiere ich mich auf meine Visionen?“
Wenn meine Kinder nicht zu Hause sind, gehe ich liebend gern allein spazieren oder fahre an einen Stausee. Genieße die Zeit für mich.
Es ist wichtig für mich, dass es mir gut geht.
Dass ich mich gesund und ausgewogen ernähre. Dass ich auf mein Äußeres achte, gut rieche und kleide. Meine Persönlichkeit weiter entwickle. Dass ich wohltuende Worte benutze, um klar zu kommunizieren.
Es ist wichtig für mich, dass es mir gut geht.
Ein riesen Geschenk ist die geführte Auszeit im HERZERWÄRMER! Club. Hier tauschen sich Frauen in Führungspositionen zu dem jeweiligen Monatsthema aus. Es gibt mir unwahrscheinlich viel Kraft. Das wunderbare daran ist, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen:
Die Welt, unsere Welt, so schön, energiegeladen, facettenreich, fokussierend und belebend zu gestalten wie es möglich ist!
Ich nehme mich WICHTIG, weil ICH es mir WERT bin!
Verrate mir ...
Wie wichtig nimmst du dich selbst?

Wer hinter dem Beitrag steckt

Heidi Ederer, 34, alleinerziehende 2-fach Mama, Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen

Lebensmotto:

"Egal, welche Herausforderung das Leben stellt, ich schaffe sie! Mit Liebe, Lachen, Willenskraft, Tanzen und Geduld."


Heidi ist von Anfang an ein wertvoller Teil der HERZERWÄRMER! Community.
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